Die Reisebueros sind in Verwirrung. Die Monate vor den Weihnachts-und Neujahrsfeiertagen sind gewoehnlich eine heisse Zeit. Der Verkauf der Reiseschecks steigt auf 200-300 Prozent. In diesem Jahr gibt es aber wenig Touristen.
Der Touristenbusiness in der Ukraine steht still. Die Reisebueros sind halbleer, und die Telefone schweigen. Jelena arbeitet im Reisebuero 3 Jahre lang und sagt: "So etwas frueher gab es nie". Frueher hat sie etwa 20 Reiseschecks am Tag verkauft, jetzt im besten Fall - 3.
Jelena Bagrij, Manager fuer den Innentourismus: "Es mussten schon die Telefonanmeldungen fuer die Neujahrsprogramme kommen - sie fehlen aber, die Leute haben Angst. Aus dem Donetzki Gebiet kommen viel weniger Telefonanmeldungen, und aus Russland kommen ueberhaupt keine. Niemand will das Neujahrsfest in der Ukraine feiern".
Im Laufe von 2 Wochen ist die Nachfrage fuer die Erholung in den Karpaten gleich auf 80 Prozent gesunken. Zwar ist unser Service nicht schlechter und die Preise sind etwa gleich - 20-40 Euro pro Tag, ziehen die Bergskilaufer vor, sich auf den Kurorten in Osteuropa zu erholen.
Oksana Neugasimaja, Manager fuer den Aussentourismus: "Die Zahl der Touristen naemlich in unserem Reisebuero ist nicht weniger, sondern groesser geworden, etwa auf 10-20 Prozent". Man hofft im Reisebuero darauf, dass sich zum Jahreswechsel die Situation entspannt und dass die ukrainischen Kurorte gastfreundlich ihre Kunden empfangen. Sie versprechen dabei die Preise zu senken, um mehr Kunden zu bekommen. |